Swissolar meldet: 100'000 Solarwärme-Anlagen auf Schweizer Dächern

Im Jahr 2011 nahm die Fläche von neu installierten Sonnenkollektoren für Warmwasser und Heizungsunterstützung im Vergleich zum Vorjahr um rund 1,5 Prozent zu. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Markterhebung im Auftrag von Swissolar. Mit insgesamt 100‘000 Solarwärme-Anlagen ist eine „Schallmauer“ durchbrochen. Damit wird aber erst ein Bruchteil des Solarwärme-Potenzials ausgeschöpft.

 

Das englische Marktforschungsinstitut BSRIA hat im Auftrag von Swissolar den Schweizer Solarwärmemarkt 2011 analysiert. Basierend auf den Verkaufszahlen von 24 Firmen, die rund 60 Prozent des Marktes abdecken, ergibt die Hochrechnung für den Gesamtmarkt folgendes Bild:

Angesichts rekordhoher Heizölpreise und gestiegener Gaspreise schätzt Swissolar das Wachstum im Jahr 2011 als bescheiden ein. Das Potenzial zur Nutzung von Solarwärme ist enorm: Eine aktuelle Studie im Auftrag des Bundesamtes für Energie zeigt, dass Im schweizerischen Wohngebäudepark bis zu 60 Prozent des Wärmebedarfs durch Sonnenergie gedeckt werden kann. Aktuell liegt dieser Anteil erst bei rund 0,7 Prozent.

Swissolar hat deshalb für die Schweiz ein klares und realisierbares Zwischenziel gesteckt: Bis 2035 sollen im Wohngebäudepark 20 Prozent des Wärmebedarfs für Heizung und Warmwasser durch Solarwärme gedeckt werden. Nötig sind dafür 2 m2 Sonnenkollektoren pro Einwohner/in (2011: 0,13 m2).

Es brauchtjetzt verstärkte Anreize und Massnahmen, damit das grosse Solarwärme-Potenzialschneller und stärker ausgenutzt wird. Dazu gehören beispielsweise: Eine Bildungsoffensive im handwerklichen Bereich, verbindliche Solarwärme-Ziele von Bund und Kantonen, gezielte Fördermassnahmen für grössere Solaranlagen - vor allem in den Bereichen Mehrfamilienhäuser und  Nahwärmenetze - sowie den Abbau von Hemmnissen für Hausbesitzer, die Festlegung von Pflichtanteilen für solar erzeugtes Warmwasser und die Intensivierung der Forschungsaktivitäten mit den Schwerpunkten Kostensenkung und Langzeitspeicherung.

 

Quelle: Medienmitteilung Swissolar 16. Februar 2012  Medienmitteilung Swissolar

 

 

 


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